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Für jedes Bier das richtige Glas ? – Antwort: Auf jeden Fall !

Natürlich kann ich verstehen, wenn jemand ein Lieblingsglas hat und das auch bei verschiedenen Biersorten benutzt, dennoch ermöglicht erst das geeignete Glas das vollkommene Genusserlebnis. Das richtige Glas hat einen enormen Einfluss auf die Sinne und damit auf die Biersensorik.

Zu diesem Zweck und weil ich der Sache auf den Grund gehen wollte, habe ich mich 2 volle Tage ausschliesslich dem Thema Glaskultur gewidmet. Kann man 2 Tage nur über Biergläser und Glaskultur sprechen ? Ja, man kann.

In meinem Lieblingsbierland Belgien wird die Glaskultur zelebriert. Es ist völlig selbstverständlich zu jedem Bierstil und -Marke das richtige Glas zu bekommen. Ich habe schon erlebt, dass ich mit Freunden 11 verschiedene Biere bestellt habe, und die Kellnerin hat sich entschuldigt, dass Sie leider nur für 8 Biere genau die passenden Gläser mit dem richtigen Logo und in der richtigen Größe hat. In Deutschland unvorstellbar.

Als Faustregel gilt: je schlanker das Bier, desto schlanker das Glas. Vollmundige Biere mit vollem Körper verlangen nach einem breiteren Glas. Zwei Schöne Beispiele ist die Pils-Stange oder der Trappisten-Kelch. Spiegelau bietet sogar ein spezielles IPA (India-Pale-Ale)-Glas an, dass mit zwei amerikanischen Brauereien extra für diesen Bierstil entwickelt wurde.

Was macht ein „Schankgefäss“ alles aus ? Haptik, Form, Farbe, breiter Rand, dünner Rand, mit Henkel oder ohne und das Volumen das durch den Füllstrich angezeigt wird, sind nur einige Merkmale eines perfekten Glases. Ein Glas ist ausserdem ein ideales Marketinginstrument, z.B. Logo, Logofarbe, Logoplatzierung und -Qualität.

Ganz wichtig ist der richtige Spülvorgang damit sich der Schaum bilden kann.

So habe ich viele Gläser mit dem gleichen Bier ausprobiert. Der Einfluss auf unsere Sinne und damit auf den Geschmack ist enorm. Einfach mal selbst ausprobieren. Mit dem Glas kann der Braumeister bestimmte Eigenschaften Herausheben oder Unterdrücken. Die Glasöffnung hat Einfluss auf den Schüttwinkel und damit wird bestimmt wo das Bier die Zunge berührt (weiter vorne mehr süß, weiter hinten mehr bitter). Das Bier soll lebendig bleiben, deshalb arbeiten einige Brauereien mit einem Moussierungspunkt im Glas. Das ist ein aufgerauter Punkt am Glasboden. Dieser sorgt für eine bessere Kohlensäurebildung und so wirkt das Bier schön lebendig.

Eigentlich könnte ich jetzt noch viel mehr zur Glaskultur schreiben aber wir sollten das geniessen nicht vergessen – Prost und bis zum nächsten Mal !

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